Tatsächlich pünktlich um 9 Uhr Nova Scotia Ortszeit saßen wir wieder im Auto und fuhren aufs Festland. 16 Stunden Fähre ist schon was besonders 🤣 vor allem ohne Kabine… Immerhin war genug Platz zwischen den Stühlen, dass Markus am Boden schlafen konnte. 🫠🫣

Das Gas wieder aufgedreht, auf Fähren darf das nicht geöffnet sein, ging’s weiter zum Visitorcenter von Louisbourg. Louisbourg ist ein französisches Fortress aus dem 17. Jahrhundert. Wir haben dabei gelernt:
Fort = reine militärische Verteidigungsanlage
Fortress = militärisch verteidigte zivile Siedlung
Im Visitorcenter ist die Geschichte ausgestellt, denn Louisbourg wurde bereits Ende des 17. Jh. von den Engländern dem Erdboden gleich gemacht. Dem Niedergang der Minen in den 1960ern im nördlichen Nova Scotia allerdings ist zu „verdanken“, dass der Wiederaufbau des Fortress Louisbourg als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die arbeitslosen Minenarbeiter diente. Damals wurde der Beschluss gefasst, es als Museum wieder aufzubauen. Somit war Arbeit für die nächsten Jahrzehnte gesichert.

Mit dem Shuttlebus sind wir am Fischerdorf angekommen und wurden von Schauspielern, die gleichzeitig die anfängliche Geschichte von Louisbourg erzählten, empfangen.

Weiter ging’s zum Stadteingang, wo uns ein Wärter über die örtlichen Gepflogenheiten aufklärte, bevor wir in die Stadt eingelassen wurden. 🙂 Die Häuser wurden an den Originalplätzen wieder aufgebaut und überall wurden alte Handwerke von den Angestellten in der passenden Kleidung gezeigt. Außerdem erfuhren wir so etwas über die Häuser und die jeweilige Verwendung. Das ist mal ein richtig lebendiges Museum.


Natürlich kam der militärische Teil im Fort nicht zu kurz. Uns wurde die Lebensweise der einfachen Soldaten und auch der Offiziere näher gebracht. Es wurden kleine Paraden und Schussübungen gehalten und die Mittagskanone wurde inkl. musikalisch Untermalung abgefeuert.








Wir kamen mit vielen Leuten in der Stadt ins Reden und mancherlei Schwank aus dem Museumsleben erzählte man uns sehr ausschweifend. 🤣 Von lustigen Hähnen, über Wiesel und Füchse war quasi alles dabei. 🤣



Unser Mittagessen wurde standesgemäß im Hotel de la Marine eingenommen. Dort werden u.a. Gerichte aus dem 18. Jh. serviert. 🤗 wir wurden dann gefragt, ob es ok wäre, wenn noch 2 Personen bei uns am Tisch sitzen würden. Es war ein Pärchen aus Saskatchewan, mit denen wir ins Gespräch kamen und auch gleich auf deren Farm eingeladen wurden 😅

Nach der Stärkung marschierten wir in der Stadt weiter. Am Ende waren wir 5 Stunden dort unterwegs. Ob wir alles gesehen haben? Bestimmt nicht. 🤣






Nach dem ausgiebigen Besuch des Fortress fuhren wir noch etwas mehr als eine Stunde weiter zu unserem Campingplatz im Battery Provinicial Park, wo wir endlich wieder die Feuerstelle nutzen konnten und gleich mal Ripperl gegrillt wurde.

